Wegkreuz Brunntal Werbachhausen
Zeitgleich mit dem Start dieser Website am 1. März 2022 habe ich auch begonnen, konsequent alle unsere Wanderungen zu tracken: Ich war einfach neugierig, welche Distanzen wir im Schnitt so zurücklegen, darüber hatte ich mir bislang nämlich nie Gedanken gemacht … schließlich wandern wir rein aus Spaß an der Freud und ohne jeglichen Ehrgeiz.

Das Ergebnis meiner Aufzeichnungen hat mich nun doch einigermaßen überrascht, denn wir haben tatsächlich deutlich mehr Strecke gemacht, als ich gedacht hätte: In nicht einmal fünfeinhalb Monaten sind wir gemeinsam über 1.000 km gewandert und dabei mehr als 24.000 Höhenmeter hinauf- und natürlich auch wieder hinuntergeklettert. Nun ja, »geklettert« ist vielleicht der falsche Ausdruck, denn das Taubertal bietet eher sanfte Hügel als schroffe Berge … aber es geht kontinuierlich bergauf und bergab und wie man sieht, läppern sich die Höhenmeter.

Für ein 28-jähriges Seniorpferd und ein kleines Pony, wie ich finde, eine tolle »Leistung«, die mich vor allem deswegen freut, weil sie zeigt, wie fit und munter die Ponys sind. Beide sind äußerst unternehmungslustig und lieben die Abwechslung und so gebe ich mir redlich Mühe, die zwei ausreichend und sinnvoll zu beschäftigen. Fernab jeglicher sportlicher Ambitionen hatten wir einfach Spaß miteinander, Freude an der Natur, der Bewegung und den immer neuen Eindrücken.

Sehr erstaunt bin ich, wie hitzetolerant die Ponys dieses Jahr sind: Auch bei Temperaturen über 30 °C waren sie munter und so manche Runde, die als Mini-Ausflug durch das nahe schattige Wäldchen geplant war, wurde dann doch eine etwas längere Tour, weil die Ponys so fröhlich unterwegs waren.

1.000 gemeinsam gewanderte Kilometer bedeuten vor allem jede Menge miteinander verbrachte Zeit, die einen als Team immer noch enger zusammenwachsen lässt. Natürlich sind wir in den letzten Jahren insgesamt bereits ein Vielfaches von 1.000 km gewandert … dennoch gibt es auch heute immer wieder Situationen, in denen wir ohne gegenseitiges Vertrauen und gut eingespielte Zusammenarbeit nicht weiterkommen würden.

»Draußen« weiß man einfach nie, was hinter der nächsten Ecke sein wird und selbst in wohl bekanntem Gelände können umgestürzte Bäume, verunreinigte Wege, plötzlich über den Weg springendes Wild oder große landwirtschaftliche Maschinen eine echte Herausforderung sein.

Die Ponys sind zum Glück äußerst trittsicher und auch sehr verkehrssicher: Vom Bobbycar bis zum Harvester kennen sie sämtliche Gefährte, die man unterwegs treffen kann, laufen geschickt über schmale Stege und meistern zuverlässig auch größere Steigungen.

Während unserer Münchener Zeit hatten wir übrigens nochmal ganz andere Herausforderungen zu meistern: Wir haben Autobahnbrücken überquert, sind durch Tunnels marschiert und haben ratternde Güterzüge, große Baustellen oder startende Heißluftballons passiert. Vieles hat die Ponys anfangs Überwindung gekostet, aber immer haben sie toll mitgemacht!

Hier im idyllischen Taubertal genießen wir vor allem die Schönheit der Natur: Die Vielfalt der Wege und die abwechslungsreiche Landschaft bieten ideale Voraussetzungen für ausgedehnte Wanderungen und wir haben unendlich viel Spaß dabei, die Region zu erkunden. Mal schauen, wann wir die nächsten 1.000 km erreicht haben!