Weinberg Monty
Strahlender Sonnenschein und ein wahres Feuerwerk an Farben: Schöner hätte der Oktoberbeginn kaum sein können! Vor der wunderbar bunten Kulisse des herbstlichen Taubertals haben unsere Wanderungen gleich nochmal mehr Spaß gemacht und da das Wetter einfach perfekt war, waren wir fleißig unterwegs. Immer wieder bin ich unseren unternehmungslustigen Ponys dankbar, dass sie mich so regelmäßig zu tollen Ausflügen motivieren!

Weinberge

Absolutes Highlight der letzten Tage: Eine farbenfrohe Wanderung durch die Weinberge der näheren Umgebung. Zwar beginnen die Blätter der Weinreben erst vereinzelt, sich zu verfärben, die Bäume und Sträucher der umgebenden Landschaft leuchten an den sonnigen Hängen aber bereits in wunderschönen Herbstfarben.

Pilze

Weiterhin sprießen derzeit überall Schwammerl aus dem Boden und man muss die großen Wege nicht verlassen, um eine erstaunliche Vielfalt verschiedener Arten zu entdecken. Besonders häufig haben wir Parasolpilze gesehen, die durch ihre Größe natürlich besonders ins Auge fallen: Bis zu 40 cm kann ihr Hut im Durchmesser erreichen und es ist leicht nachvollziehbar, warum der stattliche Pilz auch Riesenschirmling genannt wird.

Auch Schopftintlinge wachsen reichlich und immer wieder beobachte ich den Prozess der Vertintung gerne: Binnen weniger Stunden zerfließen die anfangs rein weißen Pilze zu morbide anmutenden, schwarzen Gestalten. Im Bild unten erkennt man schön die unterschiedlichen Stadien: Während sich der alte Tintling vorne bereits in Auflösung befindet, wächst im Hintergrund schon das nächste, noch junge und intakte Exemplar.

Die Ponys interessieren sich übrigens überhaupt nicht für die Pilze, Monty schaut hier aber neugierig, was ich gerade so interessiert betrachtet habe.

Beeren

Schön, aber giftig: Die Früchte von Salomonsiegel, Tollkirsche, Pfaffenhütchen und Liguster, die derzeit reichlich an den Wegrändern zu finden sind.

Invasion der Marienkäfer

Da hatten wir uns nach der diesjährigen Goldaugenbremsen-Plage gerade gefreut, dass nun im Herbst endlich weniger Insekten unterwegs sind … und schon geraten wir in einen riesigen Schwarm Asiatischer Marienkäfer: Einfach überall waren plötzlich die lästigen Harlekin-Marienkäfer, schwirrten dicht an dicht durch die Lüfte, ließen sich massenhaft auf uns nieder und krabbelten hemmungslos in jede noch so kleine Ritze unserer Kleidung. Äußerst unangenehm, denn die harmlos ausssehenden Käfer beißen deutlich spürbar und ich war sehr froh, dass die Ponys das Gewimmel wirklich heldenhaft ertragen haben.

Asiatischer Harlekin-Marienkäfer (Harmonia axyridis)
Bereits im Sommer waren mir die ungewöhnlichen Marienkäfer immmer wieder aufgefallen, die offenbar zunehmend einheimische Arten verdrängen: An der W-förmigen Zeichnung auf ihrem Halsschild kann man sie leicht identifizien, obwohl ihre Flügeldecken eine außerordentliche Variabilität in Farbe und Muster aufweisen. Auf diese Wandelbarkeit im Aussehen deutet natürlich der deutsche Name »Harlekin-Marienkäfer«.

Gelesen hatte ich bereits, dass die Marienkäfer auf der Suche nach einem Winterquartier im Herbst riesige Schwärme bilden können, aus nächster Nähe erlebt hatte ich das beeindruckende Spektakel aber noch nicht. Auf einer Wegstrecke von mindestens 150 Metern hat uns der Schwarm eingehüllt, dann war der Spuk wieder vorbei und wir sind bei schöner Abendsonne friedlich nach Hause spaziert.

Bank im Abendlicht