verschneiter Waldweg

Aprilwetter, wie es im Buche steht: Nach den warmen und sonnigen März-Tagen wurden wir gleich am 1. April von einem plötzlichen Kälteeinbruch mit Schneeregen und Matschwetter überrascht – im raschen Wechsel folgten strahlender Sonnenschein, erneuter Schneefall, Tauwetter mit Schnürlregen, Sturm, Graupelschauer und Gewitter.

Die Ponys sind beneidenswert wetterfest und haben auch mit plötzlichen Temperaturschwankungen keinerlei Probleme. Obwohl der Fellwechsel bereits weit ist, tragen beide immer noch genug Plüsch, um sich auch bei unfreundlichem Wetter wohlzufühlen – und so haben wir auch diesen Monat viel Zeit draußen verbracht. Definitiv waren die Ponys unternehmungslustiger als ich, aber in eine dicke Regenjacke gehüllt und mit grimmiger Miene haben auch wir Menschen Wind und Wetter getrotzt. Nur Gewitter, Sturm und allzu glatte Böden haben uns dann doch zu Hause verkriechen lassen.

Sobald der Schnee verschwunden war, wurde die Natur bunt: Überall begannen die Schlehen und Kirschen zu blühen und Vergißmeinnicht, Apfelblüten, Milchstern und die zweifarbig leuchtende Frühlings-Platterbse sorgten für farbenfrohe Akzente. Monty sieht um diese Jahreszeit immer aus wie ein kleines Zottelmonster: Durch die dunkle Unterwolle, die mit zunehmendem Fellwechsel immer stärker sichtbar wird, wirkt er partienweise fast schwarz und man kann sich kaum vorstellen, dass er in Kürze wieder helles, goldglänzendes Sommerfell tragen wird.
Die klaren und trockenen Tage konnten wir für ein paar herrliche Ausflüge zu schönen Zielen nutzen. Besonders gut gefallen hat mir ein kleiner kultureller Abstecher zum Mordkreuz im Teufelsloch (Standort) – natürlich ohne die Ponys, die währenddessen beide brav mit Jens am großen Weg gewartet haben. Das kleine, aber beeindruckende Buntsandsteinkreuz erinnert der Sage nach an einen Mord, der an dieser Stelle passiert sein soll; detailiertere Informationen habe ich leider nicht finden können.

Und natürlich ist immer Zeit für ein paar Knuddeleinheiten – Monty kuschelt einfach für sein Leben gern!