Spaziergang mit Monty

Frühsommer

Es wird bunt im Taubertal! Dank der regenreichen letzten Monate wächst überall sattes Grün und wo man hinsieht, blüht es. Besonders auffällig: Die zarten Akeleien, die viele Wege säumen und der in kräftigem Purpur leuchtende Acker-Wachtelweizen. Jeden Tag wieder entdecken wir neue Pflänzlein, die bei den nun sommerlich warmen Temperaturen gedeihen können und ich freue mich sehr, dass der lange, karge Winter endgültig vorbei ist.

Bis auf Temperaturen von knapp 30 °C klettert das Thermometer Ende des Monats überraschend – der Fellwechsel ist zu diesem Zeitpunkt aber bereits nahezu abgeschlossen, so dass die Ponys gut zurecht kommen und gemütlichen Ausflügen auch an den heißen Tagen nichts im Weg steht.

Die Bildergalerie zeigt eine kleine Auswahl der Blüten, die man derzeit häufig findet: Skabiosen (Witwenblumen), Esparsette, Akeleien, Acker-Wachtelweizen, Feldklee und Österreichischer Ehrenpreis. (Die Zurodnung der Namen zeigt sich man beim Anklicken der Bilder).

Spaziergänge

Ein paar laue Tage bieten sich perfekt für etwas längere Runden an: Erstmals in dieser Saison haben wir die 15 Kilometer überschritten und so endlich auch wieder neues, unbekanntes Gelände erkundet. Die Ponys sind munter und vor allem Monty fordert uns immer wieder zu fröhlichen Sprinteinlagen auf. Während Pico gern in konstantem Tempo läuft, hat Monty Spaß daran, häufig die Gangarten zu wechseln: Mal langsam schlendern und sich die Gegend anschauen, mal quiekend hüpfen, ganz nach Lust und Laune …

Insgesamt waren wir in diesem Monat etwas mehr als 200 Kilometer und rund 5.000 Höhenmeter unterwegs – eine Wohltat nach der langen, zähen Schlechtwetterphase.

Fleißige Pillendreher

Auch die Insektenwelt wird zunehmend aktiv. Langbeinige Pillendreher konnten wir beispielsweise mehrfach beobachten, wie sie eifrig ihre Kotpillen durch die Gegend bugsieren. Hier zwei engagierte Kollegen, die in Teamarbeit ihr Kügelchen direkt vor uns über den Weg gerollt haben und sich dabei in keinster Weise von unserer Anwesenheit beirren ließen. Brav haben die Ponys auf mein Signal hin also gewartet, bis die kleinen Käfer aus der Gefahrenzone waren, dann ging es auch für uns wieder weiter.

Pillendreher bei der Arbeit

Angrasen

Anfang des Monats konnten wir dank der guten Wetterverhältnisse auch die Koppelsaison eröffnen. Dass deshalb im Vorfeld alle Ausflüge zum Angrasen auf einer unserer Wiesen begonnen und/oder geendet haben, war natürlich ganz nach dem Geschmack der Ponys! Ganz langsam grasen wir immer im 5-Minuten-Rhythmus an und hatten zum Glück noch nie Probleme! Wohldosiert verträgt auch Monty frisches Gras und ich freue mich immer sehr, wenn ich die Ponys so glücklich mampfen sehe!