Monty schaut ins Tal
Blühende Orchideen und üppiger Wildwuchs begleiten unsere Wege. Die Ponys springen fröhlich jeden Tag auf der Koppel herum, sind aber trotz des warmen Wetters äußerst unternehmungslustig. Zahlreiche Steinriegel – Relikte aufgelassener Weinberge – und die vielen Schwarzkiefern der Region lassen bei den derzeitigen sommerlichen Temperaturen nahezu mediterranes Feeling aufkommen.

Draußen gibt es immer viel zu entdecken und zahlreiche Tierchen haben die letzten Wochen unsere Wege gekreuzt: Wir haben einen jungen Fuchs getroffen, viele Eidechsen und Blindschleichen gesehen, die ersten Hirschkäfer des Jahres gesichtet und jede Menge Rehe und Hasen beobachtet. Rotmilane kreisen fast täglich über unseren Köpfen und über den Feldern hört man derzeit regelmäßig die Lerchen singen. Leider war ich meist nicht schnell genug mit der Kamera, um die Zusammentreffen im Bild festhalten zu können.

An vielen Stellen wächst der Blaurote Steinsame (Aegonychon purpurocaeruleum) in rauen Mengen – in der Nahaufnahme erkennt man, woher die Pflanze ihren Namen hat: In Abhängigkeit vom Alter der Blüte wechselt die Farbe von rot zu blau.
Auch diesen Monat haben wir wieder einige Bildstöcke und historische Steinkreuze besichtigt. Besonders interessant fand ich das kleine Sühnekreuz im Feldgewann »Kreuze« (Standort), das derzeit fast im hohen Gras versinkt. Auf der zugehörigen Informationstafel steht zu lesen, dass an gleicher Stelle ursprünglich wohl 7 Steinkreuze an den Tod von 7 jungen Männern erinnerten, die bei einer Auseinandersetzung nach einem Tanzfest hier einst ihr Leben verloren. Über den Verbleib der anderen Kreuze konnte ich leider nichts in Erfahrung bringen.
Heute ist die Stelle ein friedlicher Ort, an dem – außer dem kleinen Kreuz – nichts mehr an die schrecklichen Ereignisse erinnert. Und viele schöne (Wander-)Wege in der Umgebung laden ein, die Region und zahlreiche Bildstöcke näher zu erkunden.
Wiesenweg Mai